POCT – Möglichkeiten zur athletennahen Blutanalyse

POCT – Möglichkeiten zur athletennahen Blutanalyse

Dr. rer. nat. Silvia Achtzehn
Laborleitung, DSHS - Deutsche Sporthochschule Köln

Ist ein Begriff aus der notfallmedizinischen Diagnostik und steht für die Anwendung laboratoriumsmedizinischer Verfahren in unmittelbarer Nähe des Patienten. Die typischen Merkmale des POCT bieten aber auch im Bereich der Sportmedizin, des Hochleistungs- und Spitzensport zahlreiche Vorteile, sodass es schon seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen zur „athletennahen Diagnostik“ angewendet wird. Im Vordergrund stehen hier eine gute Transportfähigkeit der Messgeräte, rasche Verfügbarkeit der Ergebnisse und der mögliche Einsatz von Kapillarblut. Hierdurch können in nahezu jedem Setting von Sportlern*innen Messungen verschiedener Parameter zur Erhebung des Gesundheits- und Leistungsstatus, Optimierung von Training und Beurteilung der Belastung bzw. Regeneration, Verletzungsprävention und Ermittlung von individuellen Belastungsprofilen durchgeführt werden. Auch von der stetigen Entwicklung des POCT wird profitiert, da sich das Spektrum der messbaren Biomarker, die ohne labortechnische Ausbildung durchgeführt werden können, ständig erweitert. Da der Begriff POCT jedoch klinischen Ursprung hat und im sportlichen Kontext kaum angewendet wurde, sind Veröffentlichungen von Untersuchungen mit Sportlern, bei denen das POCT als Messmethode explizit genannt wird, bisher selten. Der Vortrag soll dazu beitragen, einen praxisnahen Einblick in die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten des POCT im Sport zu erhalten.

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