Laborforum Hannover

Sysmex Laborforum Hannover

Das von Sysmex organisierte Laborforum bietet interessierten MTAs, leitenden MTAs sowie Laborärztinnen und -ärzten eine Fortbildungsveranstaltung mit vielfältigen Vorträgen und Workshops zu aktuellen Themen aus dem Laboralltag – durchgeführt von renommierten Referentinnen und Referenten.

Teilnehmende können sich ihr Programm aus allen Vorträgen individuell zusammenstellen.

13. Laborforum 2022

Alle Vorträge der Online-Veranstaltung können Sie ab sofort in der Sysmex DACH Akademie ansehen. Diese sind bis zum 31.01.2023 verfügbar.

Wir freuen uns auf Sie!

ECKDATEN ONLINE EVENT

Datum:
2. Februar 2022 bis 31. Januar 2023

Veranstaltungsort:
Online in unserer Sysmex DACH Akademie

Teilnahmegebühr:
60 € (inkl. Mehrwertsteuer)

Einladungswunsch

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Programm

KINDERKRANKHEITEN ERKENNEN HILFT BEIZEITEN ALLEN SEITEN - 
FORMEN UND FARBEN MANCHER ZELLEN HELFEN DA IN VIELEN FÄLLEN

Kinderblutproben erfordern immer unsere besondere Aufmerksamkeit. Häufig stehen nur geringe Probenmengen zu Verfügung und die Vielfalt der Fragestellungen ist wie bei Pipi Langstrumpf „kunterbunt“. Schon unter der Geburt oder gleich in den allerersten Lebenstagen ist die Auseinandersetzung mit der Umwelt eine große und manchmal gefahrvolle Herausforderung. Auch wenn klinisch-chemische Parameter die Neugeboreneninfektion/-sepsis gut darstellen können, ist das Differentialblutbild doch immer noch ein wichtiger Meilenstein. Oft gibt auch schon die Zytomorphologie wichtige Hinweise auf angeborene oder erworbene Erkrankungen.

Diese Varianz der XN-Befunde und der entsprechenden morphologischen Zellbilder möchten wir Ihnen anhand von vielen praxisbezogenen Fallbeispielen erläutern.

Referentin:
Hella Hartmann, MTA Bereichsleitung Hämatologie
Labor Dr. Kramer, Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg/Wümme
BLUTBILD UND [DIFF] - ALLES IM GRIFF?

In der hämatologischen Labordiagnostik stellt die Auswertung und Interpretation der automatisierten Blutbilder eine tägliche Herausforderung dar. Während der größere Teil der Proben effizient analysiert und validiert werden soll, müssen hämatologisch auffällige Proben sicher erkannt und der weiteren Abklärung mittels manuellem Differentialblutbild zugeführt werden. 

• Ist der Befund technisch valide? 
• Ist das Scattergramm „normal“? 
• Erkenne ich anhand der Warnhinweise Abnormalitäten, die zu einem   Ausstrich oder zu einem anderen Handlungsbedarf führen?

Diese Fragen stellen sich täglich und verlangen kompetente Antworten. 

In diesem interaktiven Seminar möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, alltägliche, aber auch außergewöhnliche Blutbildbefunde gemeinsam zu diskutieren, das manuelle Differentialblutbild im Vergleich zu beurteilen und schließlich den Befund zu erstellen. Anhand von praxisbezogenen Fallbeispielen (XN-Befunde und morphologische Bilder) stellen wir Ihnen interessante Krankheitsbilder und weitere diagnostische Methoden vor.

Referentinnen:
Reinhild Herwartz, Biomedizinische  Fachanalytikerin Hämatologie  
Universitätsklinikum Aachen

Nadja Steffen, Applikationsspezialistin Hämatologie 
Sysmex Deutschland GmbH
XN-SERIE: [CBC] + [DIFF] - EIN BEWÄHRTES BASISPROFIL

Das kleine Blutbild gehört zu vielen Routineuntersuchungen – bei Verdacht auf Infektionen, Entzündungen, Tumoren, Anämien, Gerinnungsstörungen oder seltene Blutkrankheiten. Zur Verlaufskontrolle vieler Krankheiten und vor Operationen wird ebenfalls ein großes Blutbild angefertigt. Neben den Standardparametern des kleinen Blutbildes (Thrombozyten, Erythrozyten und Leukozyten) werden auf der XN-Serie in diesem Messprofil auch die Basophilen und die Erythroblasten (Normoblasten) bestimmt. Es werden Einflüsse durch störende nichtzelluläre Partikel, wie z. B. lyse-resistente Erythrozyten oder Lipide, ausgeschlossen. 

Das Differentialblutbild ist eine Routineuntersuchung, bei welcher die Subpopulationen der Leukozyten differenziert und gezählt werden. Die XN-Serie hat aufgrund der einzigartigen Technologie die Möglichkeit, zusätzlich zu den bekannten 5 Subpopulationen die  unreifen Granulozyten (IG) zu quantifizieren und sogar den Aktivitätsstatus von Neutrophilen und Lymphozyten zu bestimmen.

Erfahren Sie mehr über die Scattergramm- und Histogramminterpretation und lernen Sie die Hintergründe der unterschiedlichen Warnhinweise kennen.

Referentin:
Carmen Feldt, Applikationsspezialistin Hämatologie 
Sysmex Deutschland GmbH
XN-SERIE: [RET] + [BF] - BEWÄHRTE APPLIKATIONEN MIT "WEITBLICK"

[RET]: Die automatisierte Retikulozytenanalyse ist bereits vor vielen Jahren in die Labore eingezogen. Doch der RET-Kanal der XN-Serie bietet viel mehr: Die alternative Methode der Messung von optischen Thrombozyten bei Interferenzen oder ein Screening des aktuellen Erythropoese-Status durch Parameter wie z. B. IRF, Delta-He und RET-He.

[BF]: Körperflüssigkeiten abseits von Blut und Harn sind divers in Auftreten und Merkmalen. Ebenso abwechslungsreich gestaltet sich deren Analyse, die im Body Fluid Modus erfolgt. Hier ermöglicht eine geschulte Interpretation der Resultate einen großen Einblick in ein malignes oder auch infektiöses Geschehen. So mancher Trick in der Probenvorbereitung lässt vieles klarer erscheinen als man meint.

Referentin:
Ute Wahl, Applikationsspezialistin Hämatologie 
Sysmex Deutschland GmbH
IMMATURE PLATELET FRACTION (IPF) - NACH 15 JAHREN IN DER KLINIK ANGEKOMMEN?

Der diagnostische Parameter IPF (Immature Platelet Fraction) spiegelt die Aktivität der Thrombopoese wider und kann zur Beurteilung der Thrombozytenbildung genutzt werden. Damit kann der Marker zur Differentialdiagnose von Thrombozytopenien beitragen und das Monitoring einer Therapie mit Thrombozytenkonzentraten begleiten sowie deren Optimierung unterstützen. Nach 15 Jahren und einer kontinuierlichen methodischen Weiterentwicklung findet man den Marker aktuell im Bereich der Differenzierung von Immun- und Makrothrombozytopenie, als prognostischen Faktor der Regenerierung der Thrombopoese nach Lebertransplantation, zur Diskriminierung der Sepsis sowie ausgewählten kardiologischen und neurologischen Fragestellungen in der Literatur. Inzwischen wird in mehreren Publikationen auch die Möglichkeit der Nutzung als Prognosemarker der COVID-19-Erkrankung diskutiert.

Der Vortrag wird sich kritisch mit den genannten potenziellen Einsatzbereichen auseinandersetzen und soll mögliche Algorithmen anhand exemplarischer Beispiele illustrieren.

Referent:
Dr. med Oliver Tiebel 
Universitätsklinikum Dresden, Carl-Gustav-Carus-Universität, Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin 
XN-20: ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN IM LABORALLTAG

Der XN-20 ermöglicht über das Zusammenspiel von WDF- und WPC-Messung eine Unterscheidung zwischen reaktiven und neoplastischen Erkrankungen, sodass der Verdacht auf Bösartigkeit mithilfe der WPC-Reflex-Messung reduziert werden kann. Die optionale Anwendung „XN Stem Cells“ bietet zudem die Zählung von hämatopoetischen Stammzellen, um den optimalen Apherese-Zeitpunkt kostengünstig und ohne Wartezeit für den Patienten bestimmen zu können. 

Der Vortrag bietet sowohl einen Einblick in die Technologie und eröffnet Möglichkeiten für verbesserte Abläufe im Laboralltag.

Referentinnen:
Sylke Krakor, Consultant Diagnostic Concepts 
Sysmex Deutschland GmbH

Jana Stark, Teamleader Marketing Hämatologie
Sysmex Europe GmbH
BEDEUTUNG UND ANALYSE DER EISENDEFIZIENZ - 
UNTER BEACHTUNG DER AKUTEN PHASE

In ihrem Vortrag berichtet Frau Dr. Borucki über die Wichtigkeit der frühzeitigen Erkennung eines Eisenmangels bei unterschiedlichen Fragestellungen und die Herausforderungen der Diagnostik der aktuellen Eisenverfügbarkeit.

Frau Dr. Borucki erläutert, wie ein Eisenmangel in Abgrenzung zu Ferritin und Transferrin mit Parametern aus der Retikulozyten-Analytik der XN-Serie korrekt erkannt werden kann und gibt Einblicke in die Routine ihres Institutes mit Ausblick auf mögliche therapeutische Ansätze.

Referentin:
Dr. med. Katrin Borucki, Oberärztin/komm. Institutsleiterin 
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät Magdeburg
RETIKULOZYTEN - DIE UNTERSCHÄTZTE GRÖßE

Die Retikulozytenmessung ermöglicht eine Momentaufnahme der Erythropoese. Über die reine Retikulozytenzahl hinaus gibt es weitere Parameter, aus denen sich wichtige Informationen ableiten lassen. Der Hämoglobingehalt der Retikulozyten ist hilfreich bei der Beurteilung des Eisenhaushaltes, aber auch der Sepsis und Inflammation. 

Anhand von Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie unerlässlich die Bestimmung von Retikulozytenparametern ist, beginnend bei der Differentialdiagnostik der Anämie über die Validierung des HbA1c bei der Diagnose des Diabetes mellitus bis hin zur Früherkennung von Blutungen, bevor sie Hb-wirksam werden.

Referent:
Dr. med. Norbert Ostendorf, Chefarzt Laboratoriums- und Transfusionsmedizin 
St. Franziskus Hospital Münster 

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